Aufstellungsarbeit (nach Virgina Satir)
In der systemischen Praxis stoßen rein sprachliche Analysen gelegentlich an ihre Grenzen. Die räumliche Aufstellungsarbeit nutzt den dreidimensionalen Raum, um Beziehungsgefüge, innere Konflikte oder organisationale Strukturen anschaulich abzubilden. Komplexe Interaktionsmuster und verborgene Dynamiken werden dadurch unmittelbar wahrnehmbar und einer reflexiven Bearbeitung zugänglich.Satir und die Systemische StrukturaufstellungMein Arbeitsansatz steht in der Tradition der humanistischen Psychotherapie und des systemischen Konstruktivismus.
Virginia Satir, als Pionierin der Familientherapie, entwickelte in den 1960er-Jahren die Methode der Skulpturarbeit. Ihr zentraler Beitrag besteht darin, emotionale Erlebnisse und Kommunikationsmuster nicht nur zu besprechen, sondern körperlich-räumlich darzustellen. Satir begründete eine zutiefst ressourcenorientierte Haltung, die das individuelle Wachstum und den Selbstwert des Klienten in den Mittelpunkt stellt.Systemische Strukturaufstellungen (SySt®):
Aufbauend u.a. auf Satir, der Hypnotherapie nach Milton Erickson entwickelten Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd in den 1990er-Jahren das Verfahren der Strukturaufstellung. Neben Personen können hier auch abstrakte Systemelemente (z. B. Ziele, Hindernisse, Werte oder Ausblendungen) repräsentiert werden.Methodische Abgrenzung:
Ich distanziere mich ausdrücklich von direktiven, phänomenologischen Ansätzen (wie dem klassischen Familienstellen nach Bert Hellinger). Meine Arbeit basiert auf den Standards der systemischen Fachverbände (DGSF/SG).
Hier stehen Autonomie statt Dogmatik im Zentrum. Es existieren keine universellen „Richtig-Falsch-Ordnungen“ oder vorgegebenen Deutungsmuster. Klient:innen bleiben stets Experte der eigenen Wirklichkeit.Ergebnisoffenheit:
Die Aufstellung dient der Generierung neuer Perspektiven und Handlungsoptionen, nicht der Instruktion starrer Lösungssätze.Methoden im Einzelsetting:
Um Dynamiken im individuellen Kontext präzise zu explorieren, kommen spezialisierte Medien zum Einsatz:
Das Systembrett: Mittels abstrakter Holzfiguren werden bspw. Beziehungsdistanzen, Blickrichtungen und Hierarchien auf einer überschaubaren Fläche rekonstruiert und Lösungsgeometrien erprobt.
Genogrammanalyse: Eine mehrgenerationale Kartierung der Familienstruktur bspw. zur Identifikation transgenerationaler Muster, Ressourcen und Beziehungsqualitäten.
Bodenanker (Floor Anchors): Das Einnehmen physischer Positionen im Raum ermöglicht einen Perspektivenwechsel und die Erfassung embodiment-fokussierter Daten. Hierfür können auch Zettel oder Gegenstände dienen.
Symbol- und Metaphernarbeit: Die Verwendung von Objekten oder Tierfiguren, auch auf dem Systembrett, erleichtert den Zugang zu vorbewussten, intuitiven Repräsentationen.
Aufstellungsabende mit Klient:innen und Stellvertreter:innen sind in Planung.
Ich freue mich auf Sie!
Lebensnavigatorin - Sophie Spann-Broniecki -